24 10 2009

„Steigst Du nicht auf die Berge, so siehst Du auch nicht in die Ferne“
(Chinesisches Sprichwort)

„Man soll wie ein Wanderer leben. Reisen soll man wie man lebt. Jeder Tag sei aussergewöhnlich.“
(Claude Roy)

„Wer andere besucht soll seine Augen öffnen, nicht den Mund“
(Afrikanisches Sprichwort)





Indien – November 2009

24 10 2009

24.10.09
Die Reisevorbereitungen sind abgeschlossen und in vier Tagen gehts los. Mein Rucksack (danke Andy fürs Ausleihen!!) bringt gute 12 Kilo auf die Waage, und Platz für Heimbringsel hats sogar auch noch. Wir werden uns in Indien mit Zug, Flugzeug, Schiff und Auto (Driver) bewegen, und natürlich zu Fuss. Unsere Tour beginnt in Delhi, geht über Agra, Khajuraho, Varanasi, Bodghaya, Kalkutta, Pondycherry, Auroville und endet auf den Andaman Islands. Von dort gehts dann über Chennai wieder zurück nach Zürich (via London mit BA). Yvonne wird nach Auroville wieder heimfliegen, leider konnte sie nicht länger Ferien nehmen.

Delhi  
Delhi 

Frühmorgens um 5.00 Uhr werden wir in Delhi ankommen. Ein Taxi mit Driver wird uns zu einem Hotel bringen, dort können wir uns in aller Ruhe dann erst einmal frisch machen und frühstücken. Weiter gehts mit einem Guide nach Old Delhi, er wird uns herumführen und uns am Nachmittag dann am Bahnhof Nizzamuddin abliefern. 

Das jetzige Delhi besteht aus zwei deutlich voneinander getrennten Teilen: dem „alten“ Delhi (Old Delhi), mit seinen typisch orientalischen Stadtvierteln, seinen engen Gassen und Basaren, seinen Tempeln, Moscheen und anderen historischen Monumenten, und dem „neuen Delhi“ (New Delhi). Für New Delhi werden wir leider keine Zeit haben, am Nachmittag gehts ja dann schon wieder weiter, mit dem Zug nach Agra.

Agra
Agra – Taj Mahal

 

In Agra kommen wir (sofern der Zug einigermassen pünktlich ist) abends um 17.oo Uhr an. Da wir dann schon über 24 Stunden unterwegs sind, werden wir wahrscheinlich todmüde ins Bett fallen. Der nächste Morgen ist dem Taj Mahal gewidmet und am Nachmittag nehmen wir wieder den Zug, um nach Jhansi und von dort mit einem Taxi nach Khajuraho zu gelangen.

Varanasi 
Varanasi

Nach Khajuraho mit seinen vielen Tempeln mit den erotischen und tantrischen Szenen bringt uns ein Flugzeug nach Varanasi. In dieser Stadt, eine der heiligsten und faszinierendsten in Indien, werden wir zwei Tage verbringen und uns vom bunten Treiben an den Ghats faszinieren lassen. Wer in Varanasi stirbt, entgeht dem ständigen Kreislauf der Wiedergeburt, darum ist es höchstes Ziel eines Hindhus, sich nach Möglichkeit zum Sterben nach Varanasi zu begeben. Die Scheiterhaufen am Ganges brennen den ganzen Tag – hier begegnet man dem Sterben auf Schritt und Tritt. Und doch ist Varanasi eine der lebendigsten und farbigsten Städte ganz Indiens.

Bodghaya
Grosse Buddhastatue in Bodhgaya

Weiter geht die Reise nach Bodghaya, ein für den Buddhismus enorm wichtiges Städtchen, hier hat Buddha zu seiner Zeit unter einem Bodhi-Baum die Erleuchtung erlangt. Ein Ableger dieses Baumes existiert immer noch und am Platz, wo der ursprüngliche Bodhi-Baum stand, wurde der Mahabodhi-Tempel errichtet, eine der heiligsten Stätten des Buddhismus. Der Dalai Lama verbringt regelmässig einige Wochen (meistens im Dezember/Januar) in Bodghaya.

Kalkutta 
Kalkutta

Nach Bodghaya nehmen wir den Nachtzug nach Kalkutta und werden dort morgens um 06.00 Uhr eintreffen. Howrah (Kalkuttas Hauptbahnhof) ist einer der grössten der Welt, täglich kommen hier 6 Millionen Reisende an. Nach einigen Tagen in Kalkutta gehts dann mit Jet Airways weiter nach Chennai und von dort mit dem Taxi nach Pondycherry und Auroville.

Pondycherry
Pondycherry

Dort erwartet uns Julia, sie lebt dort seit über einem Jahr und studiert Homöopathie. Nach einigen Tagen Erholung in einem Hotel direkt am Meer wird Yvonne über Chennai wieder nach Zürich heimfliegen. Ich werde noch einige Tage in Auroville verbringen und dann weiter auf die Andamanen (Havelock Island) reisen. Die Andamans Islands sind berühmt für ihre paradiesischen Strände, der Massentourismus hat hier gottseidank noch keinen Platz gefunden und das wird hoffentlich auch so bleiben.

Auroville 
Auroville

Ein detailliertes Reisetagebuch werde ich nach Möglichkeit regelmässig veröffentlichen, Internetzugang ist in Indien in den grösseren Städten ja kein Problem mehr.

Andamanen - Havelock Island
Havelock Island

 

„Die Welt ist ein Buch, wer nie reist, sieht nur eine Seite davon“
Aurelius Augustinus ((354 – 430)